Schirmherrschaft

11. Mai 2016

Liebe Kamenerinnen und Kamener,Hermann Hupe

sehr gern habe ich die Schirmherrschaft für den Verein ProMensch übernommen, der Hilfe für
Flüchtlinge in beindruckender Art und Weise anbietet.
Bis der Verein seine Arbeit aufnehmen konnte vergingen mehrere Monate der intensiven Vor-
bereitung. Etliche Arbeitsgruppen und eine Vielzahl von Unterstützern sind heute aktiv, um mit
ihrem Wissen die Flüchtlinge in ihrem Alltag zu begleiten und zu unterstützen.

In unserer Stadt leben aktuell rd. 700 Flüchtlinge. Weitere werden erwartet. Es sind Menschen,
die sich entschlossen haben, ihre Heimat zu verlassen. Die Beweggründe sind vielseitig und
uns aus den Medien hinlänglich bekannt. Täglich werden Nachrichten produziert, die erahnen
lassen, welche Strapazen die Flüchtlinge auf sich nehmen, um zu uns zu kommen.

ProMensch ist mit seinen engagiert arbeitenden Mitgliedern ein wichtiger Bestandteil der
städtischen Flüchtlingshilfe. Ohne die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die sich
ideell und tatkräftig einbringen, wäre das Aufgabenspektrum kaum zu bewältigen. Insofern gilt
mein ausdrücklicher Dank allen Vereinsmitgliedern, die helfen, den Flüchtlingen eine neue
Heimat zu geben. Ziel des Vereins und der Verwaltung ist es, schnell und möglichst
unbürokratisch zu helfen.

Wer mit geflüchteten Menschen ins Gespräch kommt, erfährt, welches Leid sie in ihrem
Heimatland und auf dem Weg nach Europa erleiden mussten. Für Menschen, die in einem
Sozial- und Rechtsstaat leben, einen geordneten Alltag leben, ein Dach über dem Kopf haben
und sich um die nächste Mahlzeit keine Sorgen machen müssen, sind diese Erzählungen kaum
vorstellbar. Sie machen fassungslos, ratlos und traurig.
Allen helfenden Händen ist dabei klar, dass keine Schmerzen, kein Heimweh gelindert werden
können – aber gemeinsam die Möglichkeit besteht, ein zwischenmenschliches Miteinander zu
fördern, das von Respekt und Toleranz geprägt ist.

Ich würde mich freuen, wenn ProMensch weitere Unterstützer erhält. Jede Hilfe ist sehr will-
kommen. Helfen Sie mit, ein nachbarschaftliches Klima zu schaffen und geben Sie den Flücht-
lingen die Möglichkeit und die Zeit, sich in das Stadtleben zu integrieren und einzuleben.

Es grüßt Sie
Ihr
Hermann Hupe